Saisonstart 2026


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Der Start in die Saison 2026 war für mich spannend, denn die Calisto lag erstmals über die gesamte Wintersaison im Wasser. Beim Liegeplatz bei der Marina Sifredi in Carloforte braucht man sich bzgl Sicherheit zwar keine Sorgen machen, doch beim Unterwasserschiff hatte ich so meine Bedenken.

Die Anreise fand heuer schon etwas früher statt, ich kam am 13. April am späten Nachmittag mit der Fähre auf San Pietro an. Die Wolken hingen tief, es nieselte und der Wind pfiff, also nicht sehr prickelnd die ganze Sache. Die Calisto lag ruhig an ihrem Liegplatz, alles schien in Ordnung. Auch innen gabs keine großen Überraschungen, sämtliche Bereiche trocken, die Fenster dicht und auch in der Bilge kein Wasser. Nachdem ich das Boot außen so halbwegs gereinigt und meine Kajüte für die Nacht vorbereitet hatte, begab ich mich auf Nahrungssuche ins Zentrum von Carloforte. Erst nach längerem Suchen fand ich ein Restaurant, welches geöffnet hatte. In der Vorsaison ist es ziemlich ruhig hier, noch dazu an einem Montag.

Am nächsten Tag hingen die Wolken noch immer tief und der kräftige Wind machte es etwas kühl. Schön langsam wurde die Calisto wieder einsatzbereit, alle Systeme funktionierten zu meiner Freude. Lediglich das Unterwasserschiff bereitete mir etwas Sorgen. Ich hatte meine GoPro unter Wasser gehalten und sah teilweise Bewuchs. Auch der Propeller benötigte Pflege. Ich begab mich deshalb zur nahen Marina Werft und konnte dort für den übernächsten Tag einen „raus-reinigen-rein“ Termin vereinbaren. Zum Glück war der Werftleiter sehr entgegenkommend und hat mich dazwischen eingeschoben. Für richtiges Reinigen mit Antifouling etc. hätte ich zwei Monate warten müssen. Es funktionierte wie geplant, der Rumpf ist jetzt wieder ok, der Propeller glänzt und die Opferanode wurde auch gewechselt. 450€ alles inklusive. Kein Schnäppchen, aber auch nicht überteuert.

In der Zwischenzeit scheinte bereits die Sonne und die Temperaturen wurden angenehm. Am Morgen so um die 14°, am Nachmittag knappe 20°, mit täglichem NW-Wind. Ich wanderte auf den höchsten Punkt und borgte mir auch für einen Tag ein E-Bike aus, um die Insel zu erkunden. Obwohl ich jetzt bereits einige Tage auf San Pietro verbracht hatte, gab es doch noch viel zum Entdecken.

Schön langsam kamen auch andere Segler wieder zu ihren Schiffen und bis auf den ersten Tag hatte ich beim Abendessen immer Gesellschaft. So auch Michael und Manuela, welche ihre Saida gleich in der Nähe geparkt hatten. Manuela bereitete für ein gemeinsames Dinner gebratene Rochenflossen zu, das hatte ich noch nie gegessen, schmeckte aber sehr gut – danke nochmals.

Nach einer knappen Woche zog es mich jedoch raus aufs Meer. Ich hatte etwa 10 Tage zur Verfügungen und wollte die Westküste noch etwas erkunden.

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